Ausgabe: September-Oktober 2026
Aus dem LandeskomiteeHoffen auf „engagierte, offene und konstruktive Partnerschaft“
Landeskomitee gratuliert Christian Würtz zur Ernennung zum Bischof von Eichstätt
Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern gratuliert dem bisherigen Freiburger Weihbischof Christian Würtz herzlich zu seiner Ernennung zum 82. Nachfolger des heiligen Willibald auf dem Bischofsstuhl von Eichstätt. Papst Leo XIV. hat die Ernennung des 55-jährigen Theologen und Juristen am 7. Juli 2026 bekanntgegeben. Würtz folgt auf Bischof Gregor Maria Hanke, der im Juni 2025 in den Ruhestand getreten war.
Nach Ansicht des Präsidiums des Landeskomitees gewinnt das Bistum Eichstätt mit Christian Würtz eine Führungspersönlichkeit, die Orientierung gibt, Vertrauen fördert und glaubwürdig für die Botschaft des Evangeliums einsteht. In seinen ersten Worten habe der künftige Bischof betont, dass sein Dienst auf ein gemeinsames Hören, Schauen und Gehen angewiesen sei, um gemeinsam am Reich Gottes mitzubauen. Hierzu erklärt der Vorsitzende des Landeskomitees, Christian Gärtner: „Wir verbinden mit der Ernennung von Bischof Christian Würtz die große Hoffnung auf eine Persönlichkeit, die den Menschen zugewandt ist, die den Dialog innerhalb der Kirche und mit der Gesellschaft stärkt und die bereit ist, Verantwortung konsequent gemeinsam mit den Gläubigen zu tragen. Der von ihm betonte bischöfliche Wahlspruch ‚Dein Reich komme‘ ist uns Ansporn und Richtschnur zugleich: Am Aufbau dieses Reiches der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe müssen und wollen wir alle mitarbeiten. Als Landeskomitee der Katholiken in Bayern bieten wir Bischof Würtz hierzu unsere engagierte, offene und konstruktive Partnerschaft an. Er kann vom ersten Tag an auf unsere Unterstützung und Mitarbeit zählen!“
Innerhalb der bayerischen Diözesen steht das Bistum Eichstätt aktuell vor besonders großen finanziellen wie strukturellen Herausforderungen. Das Landeskomitee sieht im anstehenden Wechsel an der Bistumsspitze jedoch ausdrücklich auch ein Signal des Aufbruchs. Christian Gärtner betont mit Blick auf die anstehenden Aufgaben: „Jede Krise und jede strukturelle Herausforderung birgt auch die Chance zur Erneuerung. Gerade in einer Zeit des tiefgreifenden Wandels braucht es Führungspersönlichkeiten, die es verstehen, die Menschen auf dem gemeinsamen Weg mitzunehmen und aktiv einzubeziehen. Es braucht ehrliche Transparenz und Formen echter synodaler Beteiligung. Wir bringen unsere reichen Erfahrungen und Perspektiven aus den Räten und Verbänden sehr gerne ein und setzen auf eine enge Zusammenarbeit im Sinn einer lebendigen Kirche vor Ort. Gemeinsam wollen wir uns im Glauben gegenseitig Mut machen, um aufzubrechen.“
Für seine neuen Aufgaben im Herzen Bayerns und sein künftiges Wirken an der Altmühl wünscht das Landeskomitee Christian Würtz von Herzen Kraft und Mut, die nötige Umsicht und Besonnenheit bei komplexen Fragen und Entscheidungen, das bleibende Bewusstsein der Treue Gottes sowie Gottes reichen Segen. Dem neuen Bischof von Eichstätt möge es gelingen, Brücken auszubauen und Gräben zu überwinden – innerkirchlich wie gesellschaftlich. (ps)
Dr. Dr. Christian Würtz: Jurist, Theologe und Weihbischof
Würtz wuchs in Karlsruhe auf, studierte dort Rechtswissenschaften und wurde 2002 im weltlichen und kirchlichen Recht promoviert. Parallel absolvierte er bis 2004 ein Theologiestudium in Freiburg und Würzburg, gefolgt von der Priesterweihe im Jahr 2006. Nach einer zweiten Promotion in Kirchengeschichte (2011) arbeitete er als Pfarrer und Diözesanrichter in Freiburg, wo er 2018 zum Stadtdekan und Dompfarrer am Münster aufstieg. 2019 ernannte ihn Papst Franziskus zum Weihbischof der Erzdiözese Freiburg. Seitdem ist Würtz dort auch als Regens für die Priesterausbildung sowie als Bischofsvikar für Hochschulen tätig. Sein Wahlspruch lautet „Adveniat regnum tuum“ („Dein Reich komme“).