Ausgabe: Mai-Juni 2026

Informationen

Feiern Sie das Miteinander zum Ehrentag

Plakat und Sticker zum Ehrentag machen sichtbar, was Engagement auszeichnet: Gemeinsam stärken, was uns zusammenhält. Die Aktion lädt Gemeinden ein, zum Geburtstag des Grundgesetzes das Miteinander zu feiern und mit eigenen Mitmach Ideen ein Zeichen für gelebte Demokratie zu setzen. Foto: DSEE Christina Czybik

Gemeinsam stärken, was uns zusammenhält

Von Anne-Kathrin Gräfe, Kommunikationsmanagerin Ehrentag, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt

Zum Geburtstag unseres Grundgesetzes am 23. Mai sind alle in Deutschland eingeladen, mit dem Ehrentag das gesellschaftliche Miteinander zu feiern. Der Ehrentag ist der deutschlandweite Mitmachtag – seien auch Sie mit Ihrer Gemeinde und einer eigenen Mitmachaktion dabei!

Demokratie lebt von Menschen, die mitmachen. Die Idee ist deshalb: Zum Geburtstag unserer Verfassung packen alle mit an, um unser Land ein bisschen besser zu machen. Spaß und Begegnung stehen dabei im Mittelpunkt. Der Ehrentag wird auf Initiative und unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier  gemeinsam mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) umgesetzt. Das Schöne: Ehrentag ist, was Sie daraus machen. Es gibt viele Wege, sich am Ehrentag zu beteiligen. Jede Idee zählt und jeder Weg ist willkommen.

Gestalten Sie den Ehrentag mit Ihrer Kirchengemeinde

Foto: DSEE

Unter dem Motto „Für dich. Für uns. Für alle.” sind alle zum Ehrentag eingeladen, gemeinsam anzupacken, sich für das Gemeinwohl einzusetzen und das gesellschaftliche Miteinander zu leben. Vielleicht planen Sie schon eine Aktion rund um Pfingsten, wie das Verschönern Ihres Kirchenvorplatzes, oder einen spannenden Workshop – dann machen Sie daraus Ihren Ehrentag und laden Sie alle ein, mitzumachen. Auf der Ehrentag-Website gibt es Designvorlagen und einen Werbekonfigurator, mit dem ganz einfach Werbemittel für die eigene Aktion gestaltet werden können. Auch kurzfristig kann noch einiges umgesetzt werden: Laden Sie lokale Initiativen ein, Ihre Räume für Mitmachaktionen zu nutzen, oder erweitern Sie Ihr geplantes Chorkonzert als Mitsingaktion für alle. Öffnen Sie Ihre Kirchentüren für Begegnung und Austausch.

Gut für die Gemeinschaft – und für Ihre Gemeinde

Der Ehrentag bietet Ihrer Kirchengemeinde die Chance, sich als lebendigen Ort des Miteinanders zu zeigen. Sie kommen mit neuen Menschen in Kontakt, knüpfen Verbindungen zu lokalen Initiativen und Organisationen und machen sichtbar, was Ihre Gemeinde täglich leistet. Nutzen Sie Ankündigungen im Gottesdienst, Ihr Kirchenblatt oder Ihre Social-Media-Kanäle, um die Botschaft weiterzutragen und andere zum Mitmachen zu motivieren. Zeigen Sie Ihrer Gemeinde und der ganzen Stadt, dass Sie für die gute Sache dabei sind.

Mitmachen für das Miteinander

Im Aktionszeitraum vom 16. bis 31. Mai 2026 finden deutschlandweit Mitmachaktionen statt. Vielleicht ist schon eine in Ihrer Nachbarschaft dabei. Auf ehrentag.de finden Sie den Engagement-Finder – dort sind bereits viele Aktionen eingetragen, und Sie können gezielt nach Veranstaltungen in Ihrer Region suchen.

Wenn Sie selber eine Aktion anbieten: Tragen Sie Ihre Aktion in den Engagement-Finder auf ehrentag.de ein – damit Interessierte aus der ganzen Region Sie finden können. Um unkompliziert Werbung für Ihre Aktion machen zu können, nutzen Sie gerne die Vorlagen, die auf der Ehrentag-Website zur Verfügung gestellt werden. Eine Anmeldefrist für Aktionen gibt es nicht, spontane Aktionen sind ausdrücklich willkommen.

Machen Sie den Ehrentag zu Ihrem Ehrentag

Der Ehrentag gibt Engagement Raum und lädt zum Mitmachen ein. Er zeigt, wie viel Freude im gesellschaftlichen Miteinander steckt. Und macht deutlich, wie wichtig das für unsere Demokratie ist. Denn unsere Demokratie ist kein Selbstläufer. Wir müssen sie aktiv bewahren. Das geht nur mit gelebter Gemeinschaft. Sie stärkt und eint unser Land und ist die Basis für ein gutes Miteinander vor Ort.

Am Ehrentag veranstalten Gemeinden, Vereine, Organisationen, Initiativen, Unternehmen und Privatpersonen in ganz Deutschland unterschiedlichste Aktionen. Eine einzigartige, bunte, optimistische Vielfalt an Ideen für ein besseres Miteinander. Der Ehrentag wird so zu einem gesellschaftlichen Erlebnis, über das alle sprechen. Und das in den Köpfen und Herzen bleiben wird. Werden Sie Teil davon.

Der Ehrentag 2026 in Kürze:

Was?

Deutschlandweiter Mitmachtag, bei dem Begegnung und gemeinsames Tun im Mittelpunkt stehen – alle Aktionen sind willkommen, die das Miteinander fördern.

Wer?

Gemeinden, Vereine, Organisationen, Initiativen, Unternehmen und Privatpersonen – alle können mitmachen.

Wann?

Der Ehrentag findet am 23. Mai 2026 statt, der Aktionszeitraum geht vom 16. bis zum 31. Mai 2026.

Wo?

Überall in Deutschland.

Alle Informationen zum Ehrentag sowie zum Engagement-Finder finden Sie auf www.ehrentag.de

 


Logo: Deutscher Katholikentag

Stärkung der Demokratie und Begegnung sind der Rote Faden auf dem Katholikentag

Von Cosima Jagow-Duda, Abteilungsleiterin Presse und Marketing des 104. Katholikentags in Würzburg

Andreas Kratel leitet seit dreieinhalb Jahren die Abteilung Katholikentage und Großveranstaltungen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Er ist federführend mit der Planung und Vorbereitung der deutschen Katholikentage befasst. Im Interview schildert er, was er und wir vom Katholikentag in Würzburg erwarten können.

Andreas Kratel, seit dreieinhalb Jahren Leiter der Abteilung Katholikentage und Großveranstaltungen beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken. Foto: Cosima Jagow-Duda

Herr Kratel, Sie sind jetzt in der Schlussphase zur Vorbereitung des Katholikentags in Würzburg, was beschäftigt Sie zurzeit am meisten?

Wir sind gerade mitten in der Redaktion des Programms und schauen uns jetzt die knapp 900 geplanten Veranstaltungen an. Wir sortieren sie so, dass wir sie in einem schön gedruckten Programmheft und in einer funktionalen App zusammenfassen können.

Was erwartet uns denn auf dem Katholikentag in Würzburg?

Wie immer hat der Katholikentag ein sehr buntes, breitgefächertes Programm. So, wie eben auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind und wie sie das auch erwarten. Viele wollen ein politisches Programm, das wird es auch geben. Der Bundespräsident wird kommen. Der Bundeskanzler wird sich Zukunftsfragen junger Menschen stellen und viele andere aktuelle politische Themen werden behandelt: Krieg und Frieden, Zusammenhalt der Gesellschaft, Ökumene und viele andere Fragen aus Kirche und Gesellschaft. Aber es gibt wie immer auch ein breites Programm zum Mitmachen für Kinder, für Jugendliche, für Familien, Senioren und alle möglichen Gruppen. Erstmals haben wir zwei Kinderpodien. Und es gibt natürlich sehr viele Gottesdienste, wo viel gefeiert, gebetet und gesungen wird. Nicht zu vergessen ein großes Kulturprogramm mit Theater, Literatur, bildender Kunst und viel Musik von Klassik bis Pop.

Welche speziellen Themen werden den Katholikentag in Würzburg ausmachen?

Ein Thema zieht sich wie ein roter Faden durch viele Veranstaltungen, das schon beim letzten Katholikentag in Erfurt aktuell war: die Stärkung der Demokratie. Der Katholikentag möchte Impulse setzen, damit der Zusammenhalt der Gesellschaft gefestigt wird, und das in ganz verschiedenen Programmbereichen. Und es gibt zwei Themenschwerpunkte, die wir hier in Würzburg gesetzt haben. Das eine sind die Transformationsprozesse, die nötig sind, um den Klimawandel einzudämmen, seine Folgen abzumildern und damit die Schöpfung zu bewahren. Das zweite Thema, das hier im Bistum Würzburg sehr intensiv bearbeitet wird, ist die Sozialraumorientierung. Wie können Kirche und Kommunen und weitere Akteure stärker zusammenarbeiten, um Menschen vor Ort zu unterstützen? Gerade wenn die Kirche das nicht mehr in dem Maße kann, wie sie das vielleicht bisher getan hat.

Welche Richtung gibt das Leitwort „Hab Mut, steh auf!“ dem Katholikentag?

„Hab Mut, steh auf!“ ist ja eine Ermutigungsgeschichte aus dem Markus-Evangelium. Ein armer, blinder Bettler, der am Straßenrand sitzt, wird ermutigt, aufzustehen, seine Stimme zu erheben und seine Wünsche und Bedürfnisse zu äußern. Ich glaube, das passt gut in unsere heutige Zeit. Viele Menschen sind sehr verunsichert durch Krisen, die uns beschäftigen. Die Krise des Sozialstaats, finanzielle Schwierigkeiten, hohe Wohnungsmieten – aber auch die Krisen in der Welt. Immer noch der Ukraine-Krieg mitten in Europa und weitere globale Veränderungen. Ich sage nur das Stichwort USA und die Infragestellung der regelbasierten Weltordnung. Da gilt es die Stimme zu erheben, mutig aufzustehen und zu sagen: „Wir sind hier als Christinnen und Christen. Wir wollen uns engagieren und wir wollen Mut machen, uns mit konkreten Lösungsvorschlägen an Debatten beteiligen.”

Was hat Ihnen in den vergangenen arbeitsintensiven Wochen am meisten Mut gemacht?

Es ist schon ein paar Wochen her: Wir haben im September 2025 eine Fahrradtour am Untermain gemacht, auf der wir das Bistum näher kennenlernen wollten. Wir, das waren der Generalsekretär des ZdK, Marc Frings, die Bistumsbeauftragten für den Katholikentag und ich. Dabei haben wir viele verschiedene Menschen getroffen, haben Handwerksbetriebe besucht, mit Politikern gesprochen und engagierte Kirchengemeindemitglieder erlebt. Und es hat mich sehr ermutigt, dass der Katholikentag schon so früh für viele Menschen sehr präsent und mit großer Vorfreude besetzt war. Viele haben bereits eine aktive Rolle für den Katholikentag eingenommen, zum Beispiel als Botschafterinnen und Botschafter. Ich denke, das wird ein richtig schöner Katholikentag im Mai in Würzburg.

Und worauf freuen Sie sich persönlich am meisten?

Auf die vielen Begegnungen beim Katholikentag. Es ist immer wieder schön, wenn man an irgendeiner Straßenecke ganz überraschend jemanden trifft, den man schon jahrelang nicht mehr gesehen hat. Und ich freue ich mich insgesamt auf die Tage, die ja sehr voll, sehr dicht werden. Ich hoffe auf gutes Wetter, gute Stimmung und freue mich dann auch auf den Schlussgottesdienst am Sonntag, wenn alles gut und sicher verlaufen ist.


Die Bierdeckelstrategie: Ehrenamt simpel und wirkungsvoll gestalten

Foto: Hannes Bräutigam

Das Ehrenamt ist eine tragende Säule unserer Gesellschaft, doch oft scheitert es an zu komplexen Strukturen oder mangelnder Anerkennung. Die sogenannte „Bierdeckelstrategie“ setzt auf einfache, verständliche Maßnahmen, die jeder umsetzen kann – und das mit minimalem Aufwand.

So wird zum Beispiel empfohlen, die Idee des Ehrenamts regelmäßig in den Alltag zu integrieren – etwa durch kleine Werbemaßnahmen, die auf Bierdeckeln oder anderen, einfach zu verteilenden Materialien Platz finden. Diese können dann als erste Anlaufstellen für Interessierte dienen und die Bedeutung von Ehrenamt in der Öffentlichkeit gezielt ins Gespräch bringen. Verteilen Sie die Bierdeckel am Tisch, stellen Sie ein paar Getränke drauf (gesellig solls ja auch sein) und kommen Sie über die Fragen ins Gespräch.

Diese Strategie ist vor allem auf die praktische Umsetzbarkeit ausgerichtet: Sie bietet schnelle, effektive Lösungen für Vereine und Organisationen, die oft ohne große finanzielle Mittel auskommen müssen. (hb)

Mehr dazu unter Ehrenamt verbindet | Vom Bierdeckel zur Strategie

Bierdeckel können Sie unter folgender Mail bestellen: ehrenamt-verbindet@drs.de 


Junge Menschen für 25 € zum Katholikentag

Beim Katholikentag 2026 in Würzburg haben junge Menschen bis 25 Jahre erstmals die Möglichkeit, für nur 25 Euro an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen. Diese ermäßigte Eintrittskarte, das sogenannte „Mutmachticket“, ist eine Premiere und soll insbesondere Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Teilnahme ermöglichen. Der reguläre Eintrittspreis für die mehrtägige Veranstaltung beträgt 135 Euro, was einen erheblichen Rabatt darstellt.

Neben dieser Sonderaktion für junge Menschen gibt es auch weitere Ermäßigungen. So können ermäßigte Dauerkarten für 79 Euro erworben werden, während Familien für ein Familienticket 179 Euro bezahlen. Personen, die Grundsicherung, Bürgergeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen, können den Katholikentag für nur 26 Euro besuchen. Kinder bis 11 Jahre dürfen kostenfrei teilnehmen.

Der Katholikentag, der vom 13. bis 17. Mai 2026 stattfindet, bietet ein vielseitiges Programm, das von Gottesdiensten über Podien zu politischen und gesellschaftlichen Themen bis hin zu kulturellen und spirituellen Angeboten reicht. Unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!“ wird der Katholikentag eine Gelegenheit für Austausch und Reflexion in einer festlichen Atmosphäre sein. (hb)


Flyer zum Synodalen Weg: Beschlüsse und Ergebnisse

Foto: Büro des Synodalen Weges

Seit 2019 sucht die katholische Kirche in Deutschland auf dem Synodalen Weg nach Antworten auf die gegenwärtige Situation und berät Schritte zur Stärkung des christlichen Zeugnisses. Mehr als 200 Delegierte haben in Synodalversammlungen Beschlüsse gefasst, um auf aktuelle Herausforderungen zu reagieren. Einen kompakten Überblick bietet nun ein Flyer des Büros des Synodalen Weges.

Im Vorwort betonen Georg Bätzing, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), der Weg solle Gemeinden inspirieren, Begegnung fördern und in die Zukunft führen.

Ausgangspunkt war die Veröffentlichung der sogenannten MHG-Studie zu sexuellem Missbrauch. Sie machte deutlich, dass die Kirche in Deutschland einen Weg der Umkehr und Erneuerung braucht. Die thematische Arbeit erfolgte in vier Synodalforen zu Macht und Gewaltenteilung, Sexualmoral, priesterlicher Existenz sowie zu Frauen in Diensten und Ämtern.

Der Flyer steht online unter www.synodalerweg.de als PDF zur Verfügung und kann per E-Mail kostenfrei unter kontakt@synodalerweg.de bestellt werden. (hb)

Der Flyer Der Synodale Weg – Beschlüsse und Ergebnisse kann unter kontakt@synodalerweg.de bestellt werden. Er ist auch als PDF-Datei auf der Internetseite www.synodalerweg.de unter Dokumente, Reden und Beiträge verfügbar.

 


Segen zum Auftakt der neuen PGR-Wahlperiode

Foto: Chris Liverani auf Unsplash

Gott segne unser gemeinsames Tun und Beraten in der neuen Wahlperiode.

Gott segne unser Bemühen um eine lebendige Gemeinschaft, in der sich jede und jeder willkommen und angenommen weiß und einen guten Platz hat.

Gott segne unsere Ideen, unsere Ziele und unseren tatkräftigen Einsatz beim Aufbau und Weiterbau einer lebendigen Pfarrgemeinde. Gottes Geistkraft leite uns, die aktuellen Zeichen der Zeit in rechter Weise wahrzunehmen und zu deuten und uns auf Zukunft hin auszurichten, ohne die tragfähige Tradition zu vergessen.

Gott segne unsere Zusammenarbeit, in der sich alle mit ihren Begabungen und nach ihren Stärken und Fähigkeiten einbringen können. Er segne die Wahrnehmbaren und die Stillen, die Aktiven und diejenigen, die bescheiden im Hintergrund für ein gutes Miteinander sorgen.

Seien wir einander ein Segen, in dem wir uns zugewandt, wertschätzend und verständnisvoll begegnen, Schwierigkeiten nicht umgehen oder ausblenden, Konflikte und Unstimmigkeiten ansprechen und nach Möglichkeit klären und unsere Verschiedenheit als Reichtum erleben.

Beginnen wir die neue Wahlperiode im Namen des Vaters, des Sohnes und der Heiligen Geistkraft. Amen. (ah)


Verfasst von:

Gemeinde Creativ

Das Redaktionsteam