28. April 2026
„Vom Menschen her denken“: Präsidium im Gespräch mit Karl Straub, MdL
München, 28. April 2026 – Das Präsidium des Landeskomitees der Katholiken in Bayern kam im Bayerischen Landtag mit dem Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Karl Straub, MdL, zu einem Arbeitsgespräch zusammen.
Unter der Leitung von Christian Gärtner (Vorsitzender des Landeskomitees) und Karl Straub erörterten die Teilnehmenden zentrale Fragen der bayerischen Migrationspolitik.
Arbeit als Schlüssel zur Integration
Im Zentrum des Austauschs stand die Forderung, Migration konsequent „vom Menschen her“ zu denken. Karl Straub betonte, es gelte, Zuwanderung durch klare Erwartungen zu steuern und keine falschen Hoffnungen durch aussichtslose Verfahren zu wecken. Integration brauche zudem eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.
Ein wesentlicher Hebel sei der schnelle Zugang zum Arbeitsmarkt: Es werde angestrebt, dass Asylsuchende bereits nach sechs Monaten eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit aufnehmen dürften. Nicht-Integration käme die Gesellschaft langfristig teurer zu stehen als gezielte Investitionen in Teilhabe.
Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Prävention
Ein weiteres Thema war das muslimische Leben in Bayern, das häufig von Diskriminierung geprägt sei. Hier wurde die wertvolle Arbeit des Sozialdienstes Muslimischer Frauen (SMF) hervorgehoben. Um Radikalisierung vorzubeugen, nähmen Krippen und Kitas eine Schlüsselfunktion ein, da dort die Basis für eine gelingende Sozialisation gelegt werde.
Ehrenamt als Fundament
Abschließend würdigten die Gesprächspartner das enorme ehrenamtliche Engagement, insbesondere in der Ukraine-Hilfe. Karl Straub hielt fest, dass Migration eine gesellschaftliche Durchmischung bedeute, die ein gemeinsames, solidarisches System erfordere. Die Politik müsse dabei auch die Bereitschaft zu einer neuen Fehlerkultur zeigen. Das Landeskomitee und der Integrationsbeauftragte vereinbarten, diesen konstruktiven Dialog regelmäßig fortzusetzen