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Nachhaltigkeit als Leitbild |
Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern mahnt: Dafür sorgen, dass auch künftige Generation noch gesunde Lebensgrundlagen vorfindet
München, 22. August 2002 (ILK) Für Nachhaltigkeit als Leitbild für eine ökologische und soziale Marktwirtschaft hat sich der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Helmut Mangold, anlässlich des "Weltgipfels für nachhaltige Entwicklung" am 26. August 2002 in Johannesburg, Südafrika, ausgesprochen. Das Landeskomitee, das mehr als eine Million Katholiken in Diözesanräten, katholischen Verbänden und kirchlichen Initiativen repräsentiert, appelliert an Politiker und Verantwortliche in Wirtschaft und Gewerkschaften, in Zukunft so zu handeln, dass auch die künftige Generation noch gesunde Lebensgrundlagen vorfindet. In seinem Leitbild der Nachhaltigkeit beschreibt das Landeskomitee wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Sicherheit und ökologische Stabilität als drei gleichberechtigte, in wechselseitigem Zusammenhang stehende Größen. Damit wird die Verantwortung für die Umwelt in ökonomische Zusammenhänge gestellt und umweltpolitische Ziele mit wirtschafts- und sozialpolitischen Zielen gleichgesetzt. Mit einer Nachbesserung des Modells der sozialen Marktwirtschaft allein sei es nicht getan, stellt das Landeskomitee klar. Vielmehr sei ein umfassende Strukturreform zu einer ökologischen und sozialen Marktwirtschaft nötig. Es komme entscheidend darauf an, dass die dynamischen Kräfte der Wirtschaft so genutzt werden, dass sie auf den Schutz der natürlichen Umwelt gelenkt werden. Ein sparsamer Umgang mit Ressourcen und Energie sei eine entscheidende Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung. Das bedeute in der Konsequenz, die Grenzen der Natur in ihrer Fähigkeit, Ressourcen zu regenerieren und Schadstoffe zu assimilieren, zu achten und nicht nachwachsende Rohstoffe nur dann zu verbrauchen, wenn entsprechende Substitute geschaffen werden. Langfristig sei nur eine ökologisch ausgerichtete Wirtschaft zukunftsfähig. Nachhaltigkeit sei nicht erreichbar, wenn Maßnahmen des Umweltschutzes nur dann durchgeführt werden, wenn die aktuelle betriebswirtschaftliche Lage dies ermöglicht. Auch bei der Diskussion der Sozialpartner müssten in Zukunft Arbeit, Kapital und Natur gleichberechtigt sein. Eine ökologische und soziale Marktwirtschaft, die eine nachhaltige Entwicklung zum Ziel hat, habe auch eine ethische Perspektive. Die katholische und evangelische Kirche hat bereits in einem gemeinsamen Wort zur wirtschaftlichen und sozialen Lage in Deutschland 1997 festgestellt, dass die christliche Soziallehre den Grundgedanken der Bewahrung der Schöpfung mit dem einer Weltgestaltung verbinden muss. Alle gesellschaftlichen Prozesse müßten hierbei eingebunden werden. (ua)
Ansprechpartner: Helmut Mangold, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Tel.: 07307/29141. |
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