30. April 2012

Neues "Handbuch Pfarrgemeinderat" erschienen

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24. März 2012

"Kirchliche Gremien müssen durch Wahl legitimiert werden"
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24. März 2012

Landeskomitee fordert mehr Qualität bei Privatsendern

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23. März 2012

"Berichte über Kirche in der Mitte der Gesellschaft verankern"
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16. März 2012

Landeskomitee befasst sich mit veränderter Medienlandschaft
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3. Februar 2012

Zeitgeschichtliches Dokument aus der Hand Václav Havels

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Ladenschlussgesetz
LANDESKOMITEE DER KATHOLIKEN IN BAYERN
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Stellungnahme zur beabsichtigten Novellierung des Ladenschlussgesetzes


Am Samstagabend läuten die Kirchenglocken den Sonntag ein. Künftig läuten sie mitten in der Geschäftszeit - es soll an jedem Samstagabend möglich sein, Geschäfte bis 20 Uhr offen zu halten.

Wir bitten die Bundesregierung und die Fraktionen des Deutschen Bundestages, dieses Vorhaben nochmals zu überdenken, und fragen:

1. Wird die erneute Verlängerung des Ladenschlusses wirklich Arbeitsplätze bringen? Die Erfahrungen seit der letzten Verlängerung 1996 lassen dies bezweifeln.

2. Ist das gemeinsame freie Wochenende für Familien, soziale Gruppen und Gemeinwesen nicht ein höheres Gut als einige Stunden mehr "Einkaufserlebnis"? Die christlich-jüdische Tradition des Sabbat, des Rhythmus von Arbeiten und Aufhören trifft hier eine eindeutige Entscheidung für die gemeinsame freie Zeit.

3. Werden die Belastungen für das Verkaufspersonal und deren Familien, denen ohnehin immer größere Flexibilität und immer weniger gemeinsame Zeiten zugemutet wurden, jetzt nicht noch größer? In einer solidarischen Gesellschaft sollte niemand auf Kosten anderer Vergnügen oder Gewinn suchen.

4. Wird der Schutz des freien Sonntags - der nach der ihm zugrunde liegenden Sabbattradition schon am Feierabend davor beginnt, nicht weiter ausgehöhlt, wenn die einen erst spät abends am Samstag von der Arbeit kommen und die anderen bereits wieder am Sonntagnachmittag zum weit entfernten Arbeitsplatz starten? Wir befürchten, dass der Sonntag zum Ausschlaf-, Reparatur- und Reisetag verkommt.

5. Wann sollen Familienfeiern und Mannschaftstrainings, Vereinsvorstände und Kirchenvorstände, Selbsthilfegruppen und Kirchenchöre sich noch ohne komplizierteste Terminvereinbarungen treffen? Wir meinen, diese sozialen Zusammenhänge sind lebenswichtig und lebensfördernd für unsere Gesellschaft.

Am Samstagabend um 18 Uhr läuten die Kirchenglocken den Sonntag ein. Wir möchten, dass dann möglichst viele Menschen die Chance haben, zu Hause zu sein.

Helmut Mangold, Vorsitzender
des Landeskomitees der Katholiken in Bayern

Heidi Schülke, Präsidentin
der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern