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Vermittlung in Regensburg |
Landeskomitee der Katholiken will in Regensburg vermitteln Bischof und Diözesanrat sollen Konflikt sachlich beilegen Stellungnahme des Landeskomitee - Vorsitzenden Mangold
München/Regensburg 13. Juli 2005 (ILK) In der Auseinandersetzung zwischen dem Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, und dem Vorsitzenden des Regensburger Diözesanrates, Fritz Wallner, will jetzt das Landeskomitee der Katholiken in Bayern vermitteln. Der Vorsitzende des Landeskomitees, Helmut Mangold, appellierte in einer am Mittwoch, 13. Juli, in München veröffentlichten Stellungnahme an den Bischof und den Diözesanrat, "den Konflikt in einem sachlichen und konstruktiven Dialog beizulegen".
Das Landeskomitee sei bereit, in diesem Konflikt zu vermitteln, "um so einen konstruktiven Beitrag für Einheit und gute Zusammenarbeit in der Kirche unseres Landes zu leisten". Die Kirche lebe aus der Einheit und "braucht dazu das Einheit stiftende Zeichen ihrer Bischöfe", heißt es in der Stellungnahme, die sich ausführlich auf Aussagen des 2. Vatikanischen Konzils und päpstliche Rundschreiben über die Mitwirkung von Laien an der Gestaltung des kirchlichen Lebens beruft.
Der in Regensburg nach Angaben Mangolds seit einiger Zeit schwelende Konflikt betreffe zunehmend auch die Frage nach dem Verständnis der Mitarbeit der Laien in den verschiedenen Bereichen der Kirche, "nicht nur im Bistum Regensburg, sondern auch darüber hinaus". Aus sachlich nicht erkennbaren Motiven würden in der Diözese Regensburg die schon seit Jahrzehnten bewährten Prinzipien einer guten Zusammenarbeit von Katholikenräten mit Pfarrern und dem Bischof in Frage gestellt.
Bischof Müller habe "abrupt" eine Änderung der Satzung für den Pfarrgemeinderat veranlasst, ohne die dafür vorgesehenen rechtlichen Bestimmungen zu beachten. Die dadurch beim Diözesanrat und seinem Vorsitzenden ausgelösten Irritationen seien noch dadurch verstärkt worden, "dass jede Form einer klärenden und sachlichen Kommunikation bisher verweigert und zurückgewiesen wurde", stellte Mangold fest. Er kritisierte, dass dem Diözesanratsvorsitzenden Wallner in einer offiziellen Pressemitteilung des Bistums Regensburg "in ehrenrühriger Weise" mangelnde Qualifikation und sogar unkirchliches Verhalten "unterstellt" worden sei. Der gewählte Diözesanratsvorsitzende Wallner ist von Amts wegen Mitglied des Landeskomitees und gehört wie auch die anderen Diözesanratsvorsitzenden der bayerischern Bistümer dessen geschäftsführendem Ausschuss an.
Wörtlich heißt es in der Erklärung des Landeskomiteevorsitzenden: "Solche unnötigen und belastenden Konflikte behindern in schwerer Weise die von den Katholiken zurecht erwartete gute Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Laien mit ihrem Bischof". Es entstehe der Eindruck, "dass auf diese Weise die seit langem gut funktionierende und bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Bischof und dem Diözesanrat generell in Frage gestellt werden soll". (wr) |
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