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Situation Räte Regensburg |
Zur Situation der Laienräte im Bistum Regensburg Radikale Abkehr von bewährten Formen des Laienapostolates Erklärung des Landeskomitee-Vorsitzenden Helmut Mangold
München, 17. November 2005 (ILK) Der Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Müller, hat am 15. November 2005 erhebliche Einschnitte in die Struktur und Aufgaben der Laienräte im Bistum Regensburg vorgenommen. Diözesanrat und Dekanatsräte wurden abgeschafft, bei den Pfarrgemeinderäten wurden deutliche Einschränkungen vorgenommen. Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern lehnt diese "Neuordnung der diözesanen Räte" aus folgenden Gründen ab: 1. Bei den vorgenommenen einschneidenden Veränderungen wurden die durch demokratische Wahlen legitimierten Mitglieder der bisherigen Gremien überhaupt nicht einbezogen. Das widerspricht der bewährten Praxis einer einvernehmlichen Zusammenarbeit zwischen Bischöfen, Priestern und Laien. 2. Die Veränderungen sind eine radikale Abkehr von den in Deutschland geltenden gemeinsamen Strukturen und Arbeitsgrundlagen der Katholikenräte in allen anderen Diözesen. Diese haben sich fast vier Jahrzehnte lang seit dem II. Vatikanischen Konzil und der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland entwickelt und bewährt. 3. Die Dekanatsräte haben eine wichtige Brückenfunktion zwischen Pfarrei- und Diözesanebene. Diese Brücke wird abgebrochen. Den Pfarrgemeinderäten wird ihre überregionale Vernetzung genommen. 4. Die Pfarrgemeinderäte sollen künftig nur noch "Beratungsvoten" für den Pfarrer abgeben dürfen. Damit werden ein Grundrecht und die Kernaufgabe des Laienapostolats gravierend eingeschränkt: die eigenständige Wahrnehmung politischer und gesellschaftlicher Aufgaben. 5. Laien können künftig nicht mehr Vorsitzende des Pfarrgemeinderats werden, sie können stattdessen nur die Funktion eines Sprechers ausüben. Damit werden entscheidende Aufgabenfelder der Laien im Weltdienst unterdrückt. Papst Benedikt XVI. hat dagegen erst am vergangenen Sonntag beim Angelus-Gebet ausdrücklich die eigenständige Kompetenz der Laien in Arbeit, Familie und Gesellschaft hervorgehoben. 6. Die bislang mögliche und auch praktizierte Vernetzung der Rätearbeit mit der katholischen Verbandsarbeit wird durch die Abschaffung des Diözesanrates, der beide Aktionsformen des Laienapostolats wirkungsvoll in sich vereinigt, blockiert. Bisher vorhandene Synergieeffekte der Rätearbeit werden nicht mehr genutzt. Die durch Bischof Gerhard Ludwig Müller vorgenommenen massiven Einschnitte in die bewährten und wirkungsvollen Formen des Laienapostolats im Bistum Regensburg sind nicht dazu geeignet, die Motivation der bisherigen Mitarbeiter im Laienapostolat zu stärken. Sie sind im Gegenteil eine schwere Belastung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Bischof, Priestern und Laien in der Diözese Regensburg. Darüber hinaus beeinträchtigt der Alleingang des Bischofs die gemeinsame Wirksamkeit des Laienapostolats und damit letztlich auch der gesamten katholischen Kirche in Bayern. Helmut Mangold, Vorsitzender |
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