12. November 2011

"Zusammenarbeit mit Kirche liegt in Interesse des Staates"

Podiumsdiskussion zum Staat-Kirche-Verhältnis in Prag...mehr



11. November 2011

"Mit der säkularen Welt in Dialog treten"

Kirche hat "Mehrwert" anzubieten...mehr


26. Juli 2011

Bildungserklärung an Spaenle überreicht

Gespräch über Neugestaltung der bayerischen Lehrpläne...mehr

25. Juli 2011

Gesellschaftspolitisches Forum gestartet

Erstes Treffen in München...mehr

4. Juli 2011

Katholikentag 2014 in Regensburg

Schmid dankt Bischof Müller für Bereitschaft, Gastgeber zu sein...mehr

1. Juni 2011

Auf die Familie kommt es an

Landeskomitee fordert Stärkung der Eltern- und Familienbildung...mehr

 

Religionsunterricht
Politik soll Religionsunterricht neu bewerten
Landeskomitee fordert Konsequenzen aus Erfurter Amoklauf
Appell an die Eltern: Mehr Mut zur Erziehung entwickeln

München, 2. Mai 2002 (ILK)   Eine Neubewertung des schulischen Religionsunterrichts durch die Politik hat vor dem Hintergrund des Erfurter Amoklaufs der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Helmut Mangold, gefordert. Gerade im Religionsunterricht bestehe eine Chance, im Kontext mit christlichen Werten Toleranz und Sozialkompetenz zu vermitteln, erklärte Mangold am Donnerstag, 2. Mai in München. Es sei daher kontraproduktiv, wenn verantwortliche Politiker in einigen Bundesländern immer wieder versuchten, dem Religionsunterricht als ordentliches verfassungsmäßig garantiertes Lehrfach die Existenzberechtigung abzusprechen.

Das Landeskomitee beobachte mit Sorge, wie mit großer Aufregung immer nur bei extremen Ereignissen nach Werten gerufen werde. Erforderlich sei vielmehr eine „stetige Rückbesinnung“ auf grundlegende Werte. Dazu gehörten Solidarität, Geduld, Verantwortungsbereitschaft und Ehrlichkeit, die erst ein menschliches Zusammenleben in einer zunehmend komplexen Gesellschaft ermöglichten. In diesem Zusammenhang erneuerte Mangold die vom Landeskomitee schon mehrfach geäußerte Warnung und Ablehnung von  unverantwortlichen  Gewaltdarstellungen in den Medien. Wenn Gewalt in der Scheinwelt von Computerspielen, in Videofilmen, im Fernsehen und im Internet als einziger Lösungsweg angeboten werde, entstehe bei vielen Jugendlichen der Eindruck, auch im wirklichen Leben sei Gewalt ein angemessenes Mittel zur Durchsetzung von Zielen.

Junge Menschen benötigten einen positiven Bezug zur Wirklichkeit ihres Lebens. Dieser werde am besten durch eine gute Kommunikation mit Lehrern, Eltern und Mitschülern vermittelt. An die Eltern appellierte der Vorsitzende des Landeskomitees, sie müßten wieder Mut zur Erziehung entwickeln. Lehrer, Eltern und Schüler seien aufgerufen, öfter und intensiver miteinander zu sprechen. Notwendig seien verantwortungsbewußte Vorbilder, die grundlegende Werte in Familie und Öffentlichkeit vorlebten. Daran könnten sich alle beteiligen.  (wr)