6. März 2010

Werte - christlich gelebt


Einladung des Landeskomitees der Katholiken zum Dialog...mehr

 


6. März 2010

Bischof Hanke: "Aufklärung ohne wenn und aber"

Staatsminister Schneider plädiert für eine differenzierte Sicht der Missbrauchsfälle...mehr

05. März 2010 / 2

Christen müssen Arme, Kranke und Schwache im Blick behalten

Landeskomitee der Katholiken diskutiert christlich gelebte Werte...mehr

5. März 2010 / 1

"Die aktuellen Missbrauchsfälle treffen uns im Innersten"

Albert Schmid: Unser ganzes Mitgefühl gilt den Opfern...mehr

25. Februar 2010

Katholiken in Bayern wählen neue Pfarrgemeinderäte

Slogan "Yes you can" wirbt um Beteiligung junger Leute...mehr

09. Februar 2010

Kirche soll ökologisch und sozial einkaufen

Broschüre wirbt für nachhaltiges Beschaffungswesen...mehr

Politik soll Religionsunterricht neu bewerten
Landeskomitee fordert Konsequenzen aus Erfurter Amoklauf
Appell an die Eltern: Mehr Mut zur Erziehung entwickeln

München, 2. Mai 2002 (ILK)   Eine Neubewertung des schulischen Religionsunterrichts durch die Politik hat vor dem Hintergrund des Erfurter Amoklaufs der Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, Helmut Mangold, gefordert. Gerade im Religionsunterricht bestehe eine Chance, im Kontext mit christlichen Werten Toleranz und Sozialkompetenz zu vermitteln, erklärte Mangold am Donnerstag, 2. Mai in München. Es sei daher kontraproduktiv, wenn verantwortliche Politiker in einigen Bundesländern immer wieder versuchten, dem Religionsunterricht als ordentliches verfassungsmäßig garantiertes Lehrfach die Existenzberechtigung abzusprechen.

Das Landeskomitee beobachte mit Sorge, wie mit großer Aufregung immer nur bei extremen Ereignissen nach Werten gerufen werde. Erforderlich sei vielmehr eine „stetige Rückbesinnung“ auf grundlegende Werte. Dazu gehörten Solidarität, Geduld, Verantwortungsbereitschaft und Ehrlichkeit, die erst ein menschliches Zusammenleben in einer zunehmend komplexen Gesellschaft ermöglichten. In diesem Zusammenhang erneuerte Mangold die vom Landeskomitee schon mehrfach geäußerte Warnung und Ablehnung von  unverantwortlichen  Gewaltdarstellungen in den Medien. Wenn Gewalt in der Scheinwelt von Computerspielen, in Videofilmen, im Fernsehen und im Internet als einziger Lösungsweg angeboten werde, entstehe bei vielen Jugendlichen der Eindruck, auch im wirklichen Leben sei Gewalt ein angemessenes Mittel zur Durchsetzung von Zielen.

Junge Menschen benötigten einen positiven Bezug zur Wirklichkeit ihres Lebens. Dieser werde am besten durch eine gute Kommunikation mit Lehrern, Eltern und Mitschülern vermittelt. An die Eltern appellierte der Vorsitzende des Landeskomitees, sie müßten wieder Mut zur Erziehung entwickeln. Lehrer, Eltern und Schüler seien aufgerufen, öfter und intensiver miteinander zu sprechen. Notwendig seien verantwortungsbewußte Vorbilder, die grundlegende Werte in Familie und Öffentlichkeit vorlebten. Daran könnten sich alle beteiligen.  (wr)