| Albert Schmid führt Landeskomitee an
Präsident des Bundesamtes für Migration zum neuen Vorsitzenden gewählt
Bamberg, 28. März 2009. Albert Schmid, Präsident des Bundesamtes für Migration und
Flüchtlinge, ist der neue Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken in Bayern. Die
Mitgliederversammlung wählte Schmid am Samstag, 28. März, in Bamberg mit 58 von 63
abgegebenen Stimmen an die Spitze der katholischen Laien im Freistaat. Schmid war als
einziger Kandidat für die Wahl nominiert.
„Ich bin der Meinung, dass jeder getaufte, jeder gefirmte Katholik die Aufgabe hat, Zeugnis
abzulegen in dieser säkularen Welt – sie braucht dies heute nötiger denn je“, sagte Schmid.
Die Laien sollten in der Kirche keinen Minderwertigkeitskomplex haben: „Wir repräsentieren
das Volk Gottes. Mit diesem Bewusstsein fällt es uns leicht, anderen auf Augenhöhe zu
begegnen, auch im bischöflichen Amt.“ In diesem Zusammenhang wies Schmid den Begriff
„Amtskirche“ als diffamierend zurück. „Wir sollten vom Amt in der Kirche sprechen“, erklärte
der neue Vorsitzende des Landeskomitees der Katholiken. Auch gehe es angesichts sich
verändernder Strukturen in den Gemeinden darum, das Laienengagement nicht nur zu
erhalten, sondern es vielmehr zu verstärken. Mit Blick auf die Wirtschaftskrise verlangte
Schmid eine aktive Rolle der Kirche: „Alles öffentliche Handeln hat sittlichen Zwecken zu
dienen. Hier haben wir die Aufgabe als Katholiken, uns einzubringen.“
Albert Schmid (63) leitet seit 1. Juli 2000 das Nürnberger Bundesamt. Der langjährige SPDPolitiker
war zuvor unter anderem Fraktionsvorsitzender seiner Partei im bayerischen
Landtag sowie stellvertretender Landesvorsitzender. Der promovierte Jurist begann seine
politische Laufbahn 1972 im Alter von 26 Jahren als Bürgermeister von Regensburg und
wurde 1978 als bislang jüngster beamteter Staatssekretär ins Bundesbauministerium
berufen. Sein Förderer, der damalige Bundeskanzler Helmut Schmidt, wurde für Albert
Schmid zum Vorbild. Der in Laaber bei Regensburg geborene Schmid ist verheiratet und hat
zwei Töchter.
Dem Landeskomitee der Katholiken gehört Schmid seit 16 Jahren an. „Von den vielen
Identitäten, die jeden Menschen kennzeichnen, ist meine christlich-katholische nachhaltig
prägend insbesondere für mein öffentliches Engagement“, sagte Schmid: „Gerade meine
gegenwärtige Tätigkeit als Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge gibt mir
eine wirkungsvolle, keineswegs konfliktfreie Gelegenheit, auch ein Stück Zeugnis
abzulegen.“ Seine Bereitschaft, das Amt zu übernehmen, sei Ausdruck seines
„Verantwortungsbewusstseins als Christ in schwieriger Zeit für die Verbreitung der
befreienden und frohmachenden Botschaft unseres Herrn in einer säkularen Welt, zu deren
Mitgestaltung wir uns verpflichtet wissen“, so Schmid.
Bei der Präsidiumswahl wurden auch die drei stellvertretenden Vorsitzenden neu bestimmt.
Gewählt wurden: der CSU-Landtagsabgeordnete Joachim Unterländer (48 Stimmen), die
Vorsitzende des bayerischen Landesverbands der Katholischen Elternschaft Deutschlands,
Gisela Häfele (42 Stimmen) und die stellvertretende Landesvorsitzende des Katholischen
Deutschen Frauenbundes und stellvertretende Vorsitzende des Passauer Diözesanrats,
Elfriede Schießleder (36 Stimmen). Häfele und Unterländer hatten den Stellvertreterposten
bereits in der ablaufenden Amtsperiode inne.
Bernhard Kellner, Leiter der Informationsstelle
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