| Auszeichnung für Sutor und Stützle
Landeskomitee der Katholiken ehrt frühere Spitzenvertreter mit Franz-Eser-Medaille
Bamberg, 28. März 2009. Für Verdienste um die katholische Laienarbeit hat das Landeskomitee der Katholiken in Bayern zwei frühere Spitzenfunktionäre mit der nach seinem Gründungsmitglied benannten Franz-Eser-Medaille geehrt. Bei der Frühjahrsvollversammlung in Bamberg am Samstag, 28. März, verlieh der scheidende Vorsitzende Helmut Mangold die Auszeichnung an seinen Vorgänger Bernhard Sutor und an die frühere Stellvertretende Vorsitzende Johanna Stützle.
In seiner Laudatio würdigte der CSU-Landtagsabgeordnete Joachim Unterländer die Verdienste Stützles und dankte ihr für ihr vielfältiges Engagement in Kirche und Gesellschaft. „Johanna Stützle hat eine Vorreiterrolle für das Engagement der Frauen in der Kirche wahrgenommen“, sagte Unterländer: „Ihr Hauptanliegen war, dem Lebensrecht aller eine Stimme zu geben. Auch dem ungeborenen.“ Stützle sei eine aktive Kirchenfrau, aktive Politikerin, aktive Mutter gewesen. Stützle saß dem Diözesanrat der Katholiken in München von 1982 bis 1998 vor und war von 1985 bis 1993 stellvertretende Vorsitzende des Landeskomitees.
Der frühere Leiter des Katholischen Büros Bayern, Prälat Valentin Doering, ehrte Bernhard Sutor. „Tiefer Dank und öffentliche Anerkennung von seiten des Landeskomitees und darüber hinaus gelten Ihnen für Ihre außerordentlichen Verdienste und Ihre integere Persönlichkeit.“ Sutor sei ein bekennender Christ und Mann der Kirche. Doering dankte ihm für seine inhaltliche und sprachliche Zielstrebigkeit. Sutor führte das Landeskomitee von 1993 bis 2001 und war Vorsitzender des Diözesanrats der Katholiken im Bistum Eichstätt von 1986 bis 1994.
Die Franz-Eser-Medaille soll auf die ehrenamtliche Arbeit der mehr als eine Million Frauen und Männer aufmerksam machen, die in religiösen, sozialen und kulturellen Aufgaben an der Gestaltung des kirchlichen Lebens in Pfarreien, Dekanaten, Bistümern, kirchlichen Verbänden und freien Initiativen in Bayern mitwirken. Professor Franz Eser (1916 - 2002) war von 1955 bis 1963 Präsident des Landesausschusses der Katholischen Aktion, dem Vorgängergremium des Landeskomitees der Katholiken. Der Physiker lehrte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Passau, später an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Passau. Er wandte sich Grenzfragen zwischen Naturwissenschaften und Theologie zu. Gestiftet wurde die Medaille von der vom Landeskomitee herausgegebenen Zeitschrift „Gemeinde creativ“, die unter dem Namen "Die lebendige Zelle" auf Bestreben Esers 1958 gegründet worden war.
Bernhard Kellner, Leiter der Informationsstelle
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