6. März 2010

Werte - christlich gelebt


Einladung des Landeskomitees der Katholiken zum Dialog...mehr

 


6. März 2010

Bischof Hanke: "Aufklärung ohne wenn und aber"

Staatsminister Schneider plädiert für eine differenzierte Sicht der Missbrauchsfälle...mehr

05. März 2010 / 2

Christen müssen Arme, Kranke und Schwache im Blick behalten

Landeskomitee der Katholiken diskutiert christlich gelebte Werte...mehr

5. März 2010 / 1

"Die aktuellen Missbrauchsfälle treffen uns im Innersten"

Albert Schmid: Unser ganzes Mitgefühl gilt den Opfern...mehr

25. Februar 2010

Katholiken in Bayern wählen neue Pfarrgemeinderäte

Slogan "Yes you can" wirbt um Beteiligung junger Leute...mehr

09. Februar 2010

Kirche soll ökologisch und sozial einkaufen

Broschüre wirbt für nachhaltiges Beschaffungswesen...mehr

Pressemitteilung - 13. November 2009 / 1
Albert Schmid: "Konflikte in der Landwirtschaft zivil austragen"
Landeskomitee der Katholiken verurteilt Eskalation der Milchdiskussion
Katholische Laien wollen das Potenzial des ländlichen Raums stärken

Würzburg, 13. November 2009. Die aktuellen Konflikte in der Landwirtschaft zivil und mit dem Ziel einer gemeinsamen Lösung auszutragen, forderte Albert Schmid, Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern, am Freitag, 13. November, zu Beginn der Herbstvollversammlung des Gremiums in Würzburg. „Durch provokative Aktionen wie ein Haberfeldtreiben können keine sachgerechten Lösungen gefunden werden“, betonte Schmid und distanzierte sich ausdrücklich von den aktuellen Eskalationen. Er appellierte an die Vertreter der Landwirtschaftsverbände, einen vernünftigen Stil der Auseinandersetzung zu finden. Im Rahmen seiner zweitägigen Vollversammlung beschäftigt sich das Landeskomitee mit der Zukunft der ländlichen Räume und wird dazu eine Erklärung verabschieden.

Dem Landeskomitee gehe es vor allem darum, die Stärken und Potenziale der ländlichen Räume in den Vordergrund zu rücken, sagte Schmid. Der ländliche Raum habe keine gleiche Lebensqualität wie städtische Regionen, aber eine gleichwertige. „Der ländliche Raum hat etwa durch seine Mehrgenerationenstruktur einen sozialen Eigenwert“, erklärte Schmid. Soziale Strukturen wie zum Beispiel das Zusammenleben der Generationen könnten im ländlichen Raum besser realisiert werden und würden den Staat in sozialen Aufgaben entlasten. Solche positiven Erfahrungen würden zum Beispiel mit stadtviertelbezogenen Mehrgenerationenhäusern auch auf urbane Räume übertragen.

Als besonderes soziales Netzwerk wolle sich das Landeskomitee für die Rolle der Familie stark machen und dazu beitragen, christliche Werte in die säkulare Gesellschaft hineinzutragen. „Als Christen sind wir dazu verpflichtet, kritische Positionen zu äußern“, so Schmid. Daher wolle man sich im Nachklang der Bundestagswahl und der Koalitionsverträge dafür einsetzen, dass Themen wie Familie und Bildung eine höhere politische Priorität erhalten. Speziell beim Thema Schule wolle man sich nicht damit zufrieden geben, dass christliche Wertevermittlung auf den Religionsunterricht reduziert werde. Sie müsse alle Bereiche des Unterrichts betreffen, vom Deutschunterricht über die Kunsterziehung bis zur Geschichte.

In die Gesellschaft hineinwirken könnten Christen auch durch ein gemeinsames Zeugnis für den Glauben und eine offensivere Ökumene. In Hinblick auf den 2. Ökumenischen Kirchentag, der 2010 in München stattfinden wird, betonte Schmid: „Wir wollen eine wirkliche Einheit, wir wollen uns nicht mit bloßer friedlicher Koexistenz zufrieden geben. Die Einheit muss sich auf ausgetragene Gegensätze gründen.“ (kbr/ua)